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Bild: RWE

Die Netzintegration von Erzeugungsanlagen ist eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende. Im Arbeitskreis Netze des Fachverbands Power Systems bündeln die Hersteller von Erzeugungsanlagen dazu ihre Systemkompetenz und erarbeiten in einem effizienten Expertennetzwerk tragfähige Lösungen.

Die Netzintegration einer auch weiterhin stark steigenden Menge an Leistung aus erneuerbaren Energien stellt das Energiesystem vor große Herausforderungen. Dementsprechend steigen stetig auch die Ansprüche an die elektrischen Eigenschaften von Energieerzeugungsanlagen. Die Bereitstellung von Systemdienstleistungen wie Frequenz- oder Spannungsregelung gewinnt für alle Erzeugungstechnologien ebenso an Bedeutung wie die Frage nach Interoperabilität, zukünftigen Kommunikationsstandards und adäquatem Datenschutz in einem möglichen Smart Grid der Zukunft.

VDMA Power Systems (PS) hat im Arbeitskreis (AK) Netze in den letzten Jahren Dienstleistungen und Aktivitäten im Handlungsfeld Netzintegration aufgebaut und setzt die erfolgreiche Interessenvertretung zu den konsequent Netzanschlussrichtlinien und verwandten Themen fort.

Aktuelle Schwerpunkte der Abstimmungen im AK Netze des Fachverbandes Power System sind:

•    Koordination der Herstelleraktivitäten über verschiedene
      Erzeugungstechnologien hinweg,
•    Mitwirkung an allen relevanten Richtlinien zum Netzanschluss,
•    Ausgestaltung der Nachweis- und Zertifizierungsverfahren,
•    Positionierung der Herstellerinteressen gegenüber Netzbetreibern und
      Politik.

Im Rahmen der nationalen wie internationalen Regelsetzung werden, neben anderen Themen, die Tätigkeitsschwerpunkte im AK Netze vor allem auf die Umsetzung einer sinnvollen und wirtschaftlichen Ausgestaltung der Regeln zum Konformitätsnachweis für die verschiedenen Erzeugungstechnologien gesetzt. Im Anschluss an die europäischen Diskussionen zu den Netzanschlussrichtlinien (z.B. NC RfG, zur Definition der übergeordneten Anforderungen für den Netzanschluss von Stromerzeugungsanlagen), steht hierbei die nationale Umsetzung des Regelwerkes im Fokus der Arbeiten.
Der bereits im Januar 2015 durch das Positionspapier des Fachverbandes angestoßene, branchenweite Diskussionsprozess um Kostensenkungspotentiale und schlanke, transparente Prozesse wird im Sinne eines effizienten Gesamtsystems kontinuierlich fortgesetzt.

In Deutschland ist VDMA Power Systems aktiv an der Entwicklung der neuen Netzanschlussbedingungen auf Nieder-, Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsebene in den Projektgruppen des Forum Netztechnik / Netzbetrieb (FNN) beteiligt und koordiniert die technische Begleitung des Prozesses von Herstellerseite technologieübergreifend im AK Netze. VDMA Power Systems steht darüber hinaus im engen Austausch mit den europäischen Herstellerverbänden EUTurbines, EUGINE und WindEurope sowie den europäischen und nationalen Gremien und Institutionen, die mit der Umsetzung der europäischen Richtlinien zum Netzanschluss befasst sind.

Der AK Netze begleitet seit 2015 aktiv die dena-Plattform Systemdienstleistungen im Rahmen einer direkten Projektpartnerschaft, die der Fachverband Power System mit Unterstützung aus dem Herstellerkreis der Energieerzeugungsanlagen umsetzen konnte. Ziel der Arbeiten der Plattform ist eine technisch und wirtschaftlich effiziente Gestaltung von Systemdienstleistungen und Systemdienstleistungsprodukten, mit deren Hilfe eine sichere und zuverlässige Stromversorgung mit hohen Anteilen an erneuerbaren Energien gewährleistet werden soll.

Der AK Netze im Fachverband Power Systems hat mit diesen Aktivitäten im Bereich der Netzanschlussrichtlinien seine Position als zentraler Ansprechpartner und Meinungsbildner weiterhin gestärkt und wird die Themen der Netzintegration auch künftig aktiv begleiten und die Systemkompetenz der Hersteller von Erzeugungsanlagen konstruktiv bei der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen einbringen.