Branchenportrait

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Bei den Herstellern von Energieanlagen handelt es sich um eine sehr heterogene Branche des Maschinen- und Anlagenbaus, angefangen bei konventioneller Kraftwerkstechnik über Wasserkraft und dezentrale Energietechnik bis hin zu Windenergieanlagen.

Das Geschäftsjahr 2015 - 2016 war für die Energiebranche ein dynamisches Jahr. Die Branche steht mitten im beschleunigten Strukturwandel. Bei thermischen Anlagen zeigt sich, dass ein zusammengebrochener europäischer Markt zwangsläufig zu Kapazitätsanpassungen führt. Gleichzeitig konsolidiert sich die Windenergiebranche für einen harten, globalen Wettbewerb. Selten zuvor haben sich Märkte und regulatorischer Rahmen so schnell verändert.

Das langfristig wohl bedeutendste Ereignis war der Klimagipfel von Paris im Dezember 2015.
Hier hat sich die Staatengemeinschaft ein ambitioniertes Ziel gegeben und einen Prozess zur Erreichung festgelegt. Die in der Summe noch unzureichenden Pläne zeigen eines: langfristig ist Deutschland mit seiner Energiewende nicht allein. Der fast weltweite Umbau des Energiesystems hat unumkehrbar begonnen und es werden hierzu fortschrittlichste Technologien geboten.
Die Branche braucht eine aktive Exportpolitik von „Türöffnung“ bis Finanzierung, die es ermöglicht, die technologischen Stärken in die Waagschale zu werfen.

Doch Exportstärke braucht eine solide Basis und diese ist ein starker, anspruchsvoller Heimatmarkt. Strommarkt­, KWK­ und Digitalisierungsgesetz sowie die EEG­Reform sollen den Markt wettbewerblicher und flexibler gestalten.

Intensiv hat der Fachverband Power Systems daran gearbeitet, dass durch einen verlässlichen technologieoffenen regulatorischen Rahmen Investitionen in zukunftsfähige Technologien lohnend werden. Oft waren die Erfolge sichtbar – so wurde klar gegen einen bestandsbewahrenden Kapazitätsmarkt gesprochen. In einigen Feldern, wie bei der industriellen Eigenversorgung, hat sich aber auch bestätigt, dass der politische Wille manchmal einer anderen Logik folgt.

Trotz aller Herausforderungen im Unternehmensalltag investierten die Mitglieder auch dieses Jahr in die Arbeit des Fachverbands für gute Rahmenbedingungen. Gemeinsam mit seinen Mitgliedern will sich der Fachverband verstärkt der Exportpolitik und fairen internationalen Wettbewerbsbedingungen zuwenden. Die Chancen der Digitalisierung im Energiebereich sollen genutzt und mit noch mehr Nachdruck dargestellt werden, weil die Branche den starken und herausfordernden Heimatmarkt will und auch braucht.