EEG-Korrektur für Windenergie an Land und Kraft-Wärme-Kopplung darf nicht weiter verzögert werden

MWM Energy

Die im VDMA organisierten Hersteller von Energieanlagen fordern eine umgehende Verabschiedung der angekündigten EEG-Korrektur.

Frankfurt, 29. Mai 2018 – Die im VDMA organisierten Hersteller von Energieanlagen fordern eine umgehende Verabschiedung der angekündigten EEG-Korrektur. Dabei geht es aktuell vor allem um zwei Punkte: Zum einen um die möglichst dauerhafte Festschreibung der Genehmigungserfordernis für Projekte, die an den Ausschreibungen für Windenergie an Land teilnehmen. Zum anderen um die Umsetzung des Kompromisses mit der EU zur EEG-Umlage für KWK-Anlagen in der Eigenversorgung. Die Unternehmen, die in solche Anlagen investiert haben und zukünftig investieren werden, brauchen hier endlich Sicherheit.

„Wir haben große Sorge, dass die aktuelle Vermischung inhaltlich unstrittiger Korrekturen bei der EEG-Gesetzgebung und der Umsetzung des Koalitionsvertrags in Zukunftsfragen zu Blockaden sowie zu einem unseligen Stillstand führt. Zudem werden sich erneute Verzögerungen negativ auf Umsatz und Beschäftigung in der Windindustrie in Deutschland auswirken“, sagt Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems. „Alle Beteiligten brauchen jetzt Sicherheit, mit welcher Art von Projekten sie in wenigen Wochen in die nächste Ausschreibungsrunde gehen können. Die Festlegung auf die Genehmigung als Präqualifikation muss jetzt dauerhaft erfolgen. Es wäre irrwitzig, wenn wir diese Debatte nun alle zehn Monate führen müssen.“

Zur EEG-Umlage bei Eigenversorgungsanlagen sagt Zelinger: „Ebenso kritisch ist es, dass der mühsam mit der EU-Kommission ausgehandelte Kompromiss zur KWK-Eigenversorgung nicht vorankommt. Alle, die in diese Effizienztechnologie jetzt investieren oder im letzten Jahr investiert haben, brauchen endlich Klarheit, dass der Kompromiss wirksam wird.“

Natürlich benötigt die Branche bald eine klare Perspektive, wie die Koalition das Klimaschutzziel 2030 erreichen und wie die Ausbaupfade und Ausschreibungsmenge der erneuerbaren Energien aussehen werden, um das 65 Prozent-Ziel für den Strombereich zu erreichen. Dies ist aber eine andere Debatte, die man auch mit Rücksicht auf die Ausbaupotentiale und Genehmigungslage gründlich diskutieren muss. „Richtig wäre es, jetzt die durch das Ausschreibungsdesign entstandene Ausbaulücke 2019 mit einem realistisch realisierbaren Volumen zu füllen und dann bis Herbst eine gründliche Diskussion über die weitere Gestaltung zu führen“, resümiert Zelinger.

 

Über VDMA Power Systems

VDMA Power Systems ist ein Fachverband des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA e.V. Der Fachverband vertritt im In- und Ausland die Interessen der Hersteller von Windenergie- und Wasserkraftanlagen, Brennstoffzellen, Gas-/Dampfturbinen und -anlagen sowie Motorenanlagen. Für sie alle dient VDMA Power Systems als Informations- und Kommunikationsplattform für alle Themen der Branchen wie Energiepolitik, Gesetzgebung, Marktanalysen, Messen, Normung, Standardisierung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Über VDMA e.V.

Der VDMA vertritt mehr als 3.200 Mitgliedsunternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit 1,35 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 226 Milliarden Euro (2017) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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