VDMA begrüßt Genehmigungspflicht für Wind an Land und fordert ambitionierte Energiepolitik in Deutschland und Europa

Vestas

Noch rechtzeitig für die kommende Ausschreibung im August hat der Bundestag am heutigen Freitag beschlossen, dass eine Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) Teilnahmevoraussetzung für Windenergieprojekte an Land ist.

Frankfurt, 8. Juni 2018 – Noch rechtzeitig für die kommende Ausschreibung im August hat der Bundestag am heutigen Freitag beschlossen, dass eine Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) Teilnahmevoraussetzung für Windenergieprojekte an Land ist. Diese Änderung ist energie- und industriepolitisch wichtig, weil damit Ausschreibungen und Aufträge wieder zusammenrücken.

Der VDMA begrüßt den Beschluss. Matthias Zelinger kommentiert: „Mit der Regelung reagiert der Gesetzgeber auf eine unserer Kernforderungen zur Reparatur des Ausschreibungssystems für Wind an Land. Darüber hinaus ist es aber wichtig, dass die offenen Punkte zu KWK, dem 65%-Ausbaupfad sowie die Sondervolumina für Wind geregelt werden. Die deutsche Industrie braucht Planungs- und Investitionssicherheit.“

Markus Tacke, Vorsitzender des Vorstands von VDMA Power Systems, ergänzt: „Auch industriepolitisch ist eine ambitionierte Politik in Deutschland und Europa erstrebenswert. Deutschland ist Wegbereiter der Energiewende. Ein ambitioniertes Ziel auch in Europa konkretisiert die Marktperspektiven von den zurzeit in Deutschland entwickelten Sektorkopplungstechnologien und steigert die Exportchancen marktreifer Technologien. Daher sollte Deutschland ein europäisches erneuerbare Energien-Ziel von 35% unterstützen.“

Gleichzeitig erscheint ein europäisches Ziel von 35% erneuerbarer Energie im Gesamtsystem geeignet, die Lastenverteilung in Europa gerecht zu regeln, so dass Deutschland sein 65%-Ziel für den Stromsektor in einen europäischen Kontext einbetten kann.

Über VDMA Power Systems

VDMA Power Systems ist ein Fachverband des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA e.V. Der Fachverband vertritt im In- und Ausland die Interessen der Hersteller von Windenergie- und Wasserkraftanlagen, Brennstoffzellen, Gas-/Dampfturbinen und -anlagen sowie Motorenanlagen. Für sie alle dient VDMA Power Systems als Informations- und Kommunikationsplattform für alle Themen der Branchen wie Energiepolitik, Gesetzgebung, Marktanalysen, Messen, Normung, Standardisierung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Über VDMA e.V.

Der VDMA vertritt mehr als 3.200 Mitgliedsunternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit 1,35 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 226 Milliarden Euro (2017) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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