KWK-Ausschreibung: Ergebnis noch nicht befriedigend

Caterpillar Energy Solutions GmbH

Die Ergebnisse der Ausschreibung für Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (KWK) und innovative KWK-Systeme zum Gebotstermin 3. Dezember zeigt ein gemischtes Bild.

  • VDMA: Anforderungen für innovative KWK-Projekte sind zu hoch
  • Gebotsverhalten für KWK-Anlagen hat sich stabilisiert
  • Umwandlung von Kohle- in Gas-KWK-Anlagen muss zügig vorangebracht werden

Die Ergebnisse der Ausschreibung für Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (KWK) und innovative KWK-Systeme zum Gebotstermin 3. Dezember zeigt ein gemischtes Bild. Gerd Krieger, stellvertretender Geschäftsführer VDMA Power Systems, sagt dazu:

„Während die Ausschreibung für KWK-Anlagen überzeichnet war, zeigt sich angesichts des geringen Interesses an den innovativen KWK-Systemen, dass die Probleme in der Praxis zur Entwicklung von innovativen KWK-Projekten nicht unterschätzt werden dürfen. Lediglich drei Bieter – von denen einer bereits in der ersten Ausschreibungsrunde einen Zuschlag erhielt – haben ein Angebot abgegeben. Dies macht deutlich, dass nochmal über die hohen Anforderungen für eine Beteiligung an den Ausschreibungen diskutiert werden muss. Der Dialogprozess zur Zukunft der KWK sollte hierzu genutzt werden. Die Weiterentwicklung hin zu innovativen Systemen sollte gegebenenfalls in Stufen erfolgen, um Erfahrungen im Markt zu sammeln.“

Bei KWK-Anlagen hat sich das Gebotsverhalten stabilisiert. Der leichte Anstieg des Zuschlagwertes dürfte daraus resultieren, dass die Bieter die Ausschreibungen besser einschätzen können und sehr niedrige Gebote nicht länger den durchschnittlichen Zuschlagswert beeinflussen. Mit Höchstwerten der bisherigen drei Gebotsrunden zwischen 4,99 und 5,25 ct/kWh liegen die Zuschläge deutlich unter dem vorgegebenen Höchstwert von 7 ct/kWh. Mit 78 MW bleibt das Volumen aber weit hinter dem Potenzial im betrachteten Leistungsbereich von 1 bis 50 MW zurück.

„Der seit November vorliegende Entwurf des KWK-Evaluierungsberichts hat erneut deutlich gezeigt, welche Bedeutung der Entwicklung der Kraft-Wärme-Kopplung zur Schließung der Klimaschutzlücke in den nächsten Jahren zukommt. Mit wachsendem Vertrauen in das Ausschreibungssystem und steigenden Gebotsmengen ist auch eine Anpassung der Volumen nach oben notwendig“, fordert Krieger.

Hinzu kommt der Beitrag zum Klimaschutz, den größere KWK-Anlagen durch die Umrüstung von Kohle- auf Gas-KWK-Anlagen leisten können. Diese Potenziale müssen schnell erschlossen werden. „Vor diesem Hintergrund begrüßen wir es sehr, dass der Gesetzgeber bei der Verabschiedung des Energiesammelgesetzes unserem Vorschlag gefolgt ist und das KWK-Gesetz bis zum Jahr 2025 verlängert hat. Dies schafft die erforderliche Planungssicherheit, um jetzt auch größere Umrüstungsprojekte zu starten“, resümiert der VDMA-Energiefachmann.

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