Offshore-Windenergie: Chancen der Kostensenkung nutzen, Leitmarkt bleiben und Netzausbau zügig gestalten

Siemens Gamesa Renewable Energy

Die Norddeutschen Bundesländer und zahlreiche Offshore-Wind-Branchenakteure haben heute den Cuxhavener Appell 2.0 unterzeichnet - eine Initiative, die sich für die Interessen des Gesamterfolges der Offshore-Windenergie einsetzt.

  • VDMA: Cuxhavener Appell 2.0 ist ein wichtiges Zeichen
  • Ausbaupfad der Windenergie muss Mehrbedarf aus Sektorkopplung und Kostensenkungen angepasst werden
  • Verbesserte Marktregeln gehen vor Detail-Subventionen


Die Norddeutschen Bundesländer und zahlreiche Offshore-Wind-Branchenakteure haben heute den Cuxhavener Appell 2.0 unterzeichnet - eine Initiative, die sich für die Interessen des Gesamterfolges der Offshore-Windenergie einsetzt. VDMA Power Systems trägt das Anliegen mit, sieht aber in der Ausgestaltung noch Diskussionsbedarf.

„Nach dem ersten Cuxhavener Appell vor der letzten Bundestagswahl und der jüngsten EEG-Reform hat sich gezeigt, dass die Offshore-Windenergie trotz der beindruckenden Kostensenkungen politisch noch nicht über den Berg ist. Nachdem die Frage der Erzeugungskosten zugunsten der Windenergie beantwortet wurde, gilt es nun, die Chancen eines kostengünstigen Ausbaus zu ergreifen und damit auch die industrielle Basis werthaltig zu nutzen, anstatt Kapazitäten leer laufen zu lassen“, warnte Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems und energiepolitischer Sprecher des VDMA. „Neben der langfristigen Perspektive ergeben sich bis 2025 dringend benötigte Spielräume durch noch ungenutzte Netzanschlusskapazitäten“.

Im Cuxhavener Appell 2.0 geht es vor allem um eine Anhebung des Ausbauvolumens bis 2030 und damit die Nutzbarkeit günstiger, klimafreundlicher Energie auch in Verkehr und im Wärmesektor, sowie um den Netzausbau. VDMA Power Systems unterstützt diese Forderungen, so wie der Fachverband auch eine Anpassung der Onshore-Kapazitäten an den steigenden Bedarf durch Klimaschutz in allen Bereichen für erforderlich hält. Diskussionsbedarf sehen die VDMA-Experten dagegen bei Forderungen nach finanzieller Förderung. Eigentlich müsste die wachsende Nachfrage die Wirtschaftlichkeit fördern. „Klimaschutz funktioniert nur, wenn alle Bereiche weniger Treibhausgase emittieren. Die Windenergie kann dank der drastisch gesunkenen Kosten dazu einen großen Beitrag leisten. Es ist daher im Interesse von Verbrauchern, Industrie und Politik, den Netzausbau und die Sektorenkopplung zügig und erfolgreich zu gestalten. Die Mitgliedsunternehmen des VDMA stellen dafür Know-How und Technologie bereit“, sagte Zelinger.


Über VDMA Power Systems
VDMA Power Systems ist ein Fachverband des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA e.V. Der Fachverband vertritt im In- und Ausland die Interessen der Hersteller von Windenergie- und Wasserkraftanlagen, Brennstoffzellen, Gas-/Dampfturbinen und -anlagen sowie Motorenanlagen. Für sie alle dient VDMA Power Systems als Informations- und Kommunikationsplattform für alle Themen der Branchen wie Energiepolitik, Gesetzgebung, Marktanalysen, Messen, Normung, Standardisierung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Über VDMA e.V.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt fast 3.200 vorrangig mittelständische Mitgliedsunternehmen der Investitionsgüterindustrie und ist damit einer der mitgliederstärksten und bedeutendsten Industrieverbände in Europa. Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine Schlüsseltechnologie und der Motor für die Wirtschaft. Rund 77 Prozent der deutschen Produktion gehen in den Export. Mit einem Umsatz von 220 Milliarden Euro (2016) ist er einer der führenden Industriezweige in Deutschland.

Downloads