Neues Energieeffizienz-Förderpaket des BMWi und der KfW

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Mit dem neuen Förderpaket vereinfacht das BMWi zusammen mit der KfW die Antragstellung für Förderungen im Bereich der Energieeffizienz

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat zusammen mit der KfW am 01. Januar 2019 ein neues Förderpaket unter dem Namen "Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft" auf den Weg gebracht. Es kombiniert sechs bisherige Förderprogramme in neuer Weise und vereinfacht damit die Antragstellung.

Das neue Förderprogramm richtet sich an Unternehmen aller Branchen und Größen, Stadtwerke und Energiedienstleister und verfolgt bewusst einen technologieoffenen und branchenübergreifenden Ansatz. Zudem haben die Unternehmen die Wahl: Sie können die Förderung entweder als direkten Zuschuss oder im Rahmen eines zinsverbilligten Kredits mit Teilschuldenerlass (Tilgungszuschuss) erhalten. Dadurch finden die unterschiedlichen Finanzierungsbedürfnisse von Unternehmen Berücksichtigung.

Durch die Neuausrichtung der Förderprogramme sollen insbesondere Investitionen in komplexere und stärker auf eine systemische energiebezogene Optimierung der Produktionsprozesse ausgerichtete Maßnahmen wirksamer gefördert werden. Daneben ist auch weiterhin eine Förderung von Einzelmaßnahmen im Bereich hocheffizienter Querschnittstechnologie, Erneuerbare Technologien zur Prozesswärmebereitstellung sowie Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Energiemanagement-Software möglich.

Von hocheffizienten Standardkomponenten bis zu komplexen Systemlösungen ist förderfähig, was die Strom- oder Wärmeeffizienz deutlich erhöht und damit zur Senkung des Energieverbrauchs beiträgt.

Die Unternehmen können in dem neuen Förderpaket grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Förderoptionen wählen: Die klassische Förderung als direkter Zuschuss mit einer vorgegebenen Förderquote von bis 55 Prozent, die Finanzierung über einen zinsgünstigen Kredit mit Teilschulderlass (Tilgungszuschuss) von bis zu 55 Prozent sowie die wettbewerbliche Förderung von Effizienzmaßnahmen mit einer flexiblen Förderquote. Die Konditionen sowie der genaue Starttermin der wettbewerblichen Förderung werden im Frühjahr 2019 bekannt gegeben.

Das neue Förderprogramm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ bietet Unternehmen viel Spielraum bei der Wahl geeigneter Effizienzmaßnahmen und erleichtert die Antragstellung. Denn bei verschiedenen Investitionen muss nur noch ein Antrag gestellt werden.

Kurzinfo im Überblick:

  • Förderung in vier Modulen:
    • Querschnittstechnologien (Pumpen, Motoren, Ventilatoren, usw.) für schnelle Effizienzgewinne,
    • Erneuerbare Energien zur Prozesswärmebereitstellung,
    • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Energiemanagementsoftware zur Unterstützung der Digitalisierung,
    • Technologieoffene Förderung von Investitionen, die Strom- oder Wärmeeffizienz steigern.
  • Fördersätze:
    • bei Effizienzmaßnahmen 40 % der förderfähigen Investitionskosten für kleine und mittlere Unternehmen (große Unternehmen 30 %),
    • bei Prozesswärmetechnologien, die erneuerbare Energien nutzen, 55 % für kleine und mittlere Unternehmen (große Unternehmen 45 %),
    • Max. Förderung: 10 Mio. Euro pro Antragsteller oder Projekt.
  • Beantragung:
    • direkter Investitionszuschuss beim BAFA oder
    • Kredit mit Teilschulderlass (Tilgungszuschuss) bei der KfW (über Hausbanken).

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.deutschland-machts-effizient.de oder auf den Internetseiten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der KfW.