DIW-Studie: Aus 10-H lernen – Finanzielle Beteiligung statt Mindestabstand

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Die 10 H-Regelung in Bayern hatte einen beträchtlichen Einfluss auf die genehmigte Windenergieanlagenleistung in den Jahren 2015 und 2016. Das legt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nahe.

Der im Klimaschutzprogramm 2030 vorgesehene Mindestabstand von 1000 Metern zwischen Windenergieanlagen und Wohngebieten hat eine bundesweite Debatte ausgelöst. Dient der Mindestabstand eigentlich dem Ziel die Akzeptanz für die Windenergie zu erhöhen, würde er zweifellos das Flächenpotential der Windenergie stark einschränken und damit das 65%-EE-Ziel bis 2030 gefährden. Ob ein Mindestabstand tatsächlich akzeptanzsteigernd wirkt ist zudem umstritten.

Die vorliegende Studie untersucht in diesem Zusammenhang die Auswirkungen der 2014 eingeführten 10 H-Regelung in Bayern. Sie kommt zu dem Schluss, dass die genehmigte Windenergieanlagenleistung in Bayern in den Jahren 2015 und 2016 um bis zu 90%, jedoch mindestens um 60% zurückgegangen ist. Die Studie erwartet einen vergleichbaren Effekt, sollte die 1.000 Meter Abstandsregel deutschlandweit eingeführt werden. Stand 18. Mai, kommt die Windabstandsregelung nun als Länderabstandsklausel ins Baugesetzbuch. Die Länder sollen also selbst entscheiden, ob ein Mindestabstand von bis zu 1.000 Metern in ihrem Bundesland eingeführt werden soll.

Im Dokument anbei erhalten Sie als Mitglied des VDMA – auf zwei Seiten – einen knappen, aber prägnanten Einblick in die Studie sowie unsere Analyse bezüglich der Studieninhalte und ihrer Bedeutung für den Energieanlagenbau.

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