McKinsey: Dekarbonisierung der Öl- und Gasindustrie mit Erneuerbaren

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Offshore-Wind für Ölbohrinseln? Was zunächst abwegig klingt, macht bei genauerer Betrachtung Sinn, denn allein der Betrieb von Öl- und Gasförderstätten hat einen Anteil von 9% am globalen Ausstoß von Treibhausgasen. Zu diesem Schluss kommt ein Artikel von McKinsey & Company.

Insgesamt trägt die Öl- und Gasindustrie mit einem Anteil von 42% der globalen Treibhausgasemissionen zur globalen Erwärmung bei. Davon sind 33% auf die Verbrennung von Öl und Gas in den Endanwendungen zurückzuführen sowie 1% auf indirekte und 8% auf direkte Emissionen des operativen Betriebs der Öl- und Gasindustrie.

Während die Erreichung der Klimaziele zwangsläufig mit einem Rückgang der Öl- und Gasnachfrage einhergehen wird, können bereits heute einige Maßnahmen getroffen werden, um die Emissionen des operativen Betriebs massiv zu senken – laut McKinsey & Company zu durchschnittlichen Vermeidungskosten von unter 50 US$/tCO2e.

Neben der Vermeidung von Methanschlupf spielt der Energiebedarf bei der Förderung von Öl und Gas eine wichtige Rolle. Bei Offshore-Bohrinseln kann der Strombedarf, laut DNV GL Technology Outlook 2030, bis zu 100 MW betragen. Werden heute in der Regel Diesel-Generatoren oder Gasturbinen eingesetzt, um den Bedarf zu decken, gibt es eine zunehmende Tendenz zur Versorgung der Offshore-Bohrinseln mit Erneuerbaren Energien, beispielsweise durch Offshore-Wind oder durch eine Anbindung an das öffentliche Stromnetz. Das vermeidet nicht nur Emissionen, sondern ist in vielen Fällen auch wirtschaftlich sinnvoll. Für die Offshore-Windindustrie erschließt sich daraus ein großes Marktpotential – insbesondere in küstenfernen Gebieten für schwimmende Windenergieanlagen.

Den vollen McKinsey Artikel mit anschaulichen Diagrammen finden Sie hier. Einen Einblick in den Technology Outlook 2030 von DNV GL erhalten Sie hier.