10 Jahre deutscher Atomausstieg

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In einer kurzen und mit zahlreichen Diagrammen angereicherten Präsentation beantworten Dr. Patrick Graichen und Fabian Hein von Agora Energiewende zehn klassische Fragen nach zehn Jahren Atomausstieg.

Der Think-Tank nimmt den zehnten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima zum Anlass  und bietet einen kondensierten Überblick über Stromimporte, Versorgungssicherheit, CO2-Emissionen, Strompreisentwicklung und Netzausbaubedarf im Zusammenhang mit dem deutschen Atomausstieg.

Folgende Fragen werden beantwortet:

  1. Wie hat sich der Anteil von Atomstrom seit 2011 geändert?
  2. Entstand durch den Atomausstieg eine Stromlücke?
  3. Wie stellt sich der Atomausstieg im Zeitverlauf dar?
  4. Hat der Atomausstieg die CO2 -Emissionen steigen lassen?
  5. Hat Deutschland mehr (Atom-)Strom importiert?
  6. Hat die Strom-Versorgungssicherheit gelitten?
  7. Sind durch den Atomausstieg die Strompreise gestiegen?
  8. Sind die Belastungen für Privathaushalte gestiegen?
  9. Stieg durch den Atomaussteig der erforderliche Netzausbau?
  10. Wie wird der Atomausstieg 2021/2022 kompensiert?

Außerdem wird ein Ausblick auf die Technologie gegeben: Gibt es eine Renaissance der Atomkraft? Das Dokument ist auf der Webseite von Agora Energiewende abrufbar: https://www.agora-energiewende.de/veroeffentlichungen/foliensatz-10-jahre-nach-fukushima/.

Unsere Einschätzung:

Während die Übersicht aufzeigt, dass die Versorgungssicherheit in den vergangenen zehn Jahren durch den Atomausstieg nicht gelitten hat, wird es aus VDMA Power Systems Sicht – gerade auch im Hinblick auf den parallel eingeleiteten Kohleausstieg – ab Mitte der 2020er Jahre vermehrt nötig sein, thermische Kraftwerke als Backup-Option für saisonale Schwankungen in der Stromerzeugung einzusetzen. Solche Kraftwerke können künftig mit Wasserstoff betrieben werden. Erste Anlagen tun dies bereits. Damit lassen sich auch konventionelle Kraftwerke erneuerbar betreiben. Volatile erneuerbare Energien allein können die wegfallenden konventionellen Kapazitäten auf lange Sicht nicht adäquat ersetzen.